Mobiles Internet

Unterwegs im Internet surfen - das geht auf ganz verschiedene Weise: Mit Ihrem UMTS-Handy, wie zum Beispiel dem Apple iPhone können Sie über den mobilen Browser ganze webseiten aufrufen. Im Café, Restaurant, Hotel oder in der Flughafen-Lounge können Sie sich mit Ihren Laptop in das WLAN-Netzwerk einloggen und lossurfen. 

Die Nutzung von WLAN ist aber mitunter recht umständlich und teuer: Die Reichweite von WLAN ist begrenzt und Sie müssen erst spezielle HotSpots aufsuchen. Zehn Minuten Surfen im Internet kosten bei T-Mobile schon 1,20 Euro.

UMTS und HSDPA: Mobiles Internet mit UMTS ist nicht nur die preisgünstigere, sondern auch ergiebigere Alternative zu WLAN. UMTS ist ein Mobilfunkstandard. Er ermöglicht so hohe Datenübertragungsraten, dass Sie über das Mobilfunknetz mit der sechsfachen ISDN-Geschwindigkeit mobil im Internet surfen können. Mit dem Datenturbo HSDPA sind es sogar bis zu 7,2 Mbit/s - das ist so schnell wie DSL 6000.

UMTS-Netzabdeckung: Mit UMTS und HSDPA können Sie also über das Mobilfunknetz unterwegs in Breitbandgeschwindigkeit surfen ohne von WLAN-Hotspots abhängig zu sein. Der Vorteil ist, dass das UMTS-Netz der Netzbetreiber wie T-Mobile, Vodafone oder O2 inzwischen recht gut ausgebaut ist, so dass Sie bundesweit bislang eine fast 80 prozentige Netzabdeckung haben. O2 verspricht bis Ende des Jahres 2009 sogar eine 99 prozentige UMTS-Netzabdeckung.

Embedded Notebook: Alles, was Sie benötigen, ist ein Laptop oder Netbook wie zum Beispiel den Asus Eee-PC und die dazugehöhrige UMTS-Hardware wie ein UMTS-USB-Stick oder eine UMTS-Laptopkarte. Einige Notebooks, sogenannte embedded Notebooks, haben bereits ein integriertes UMTS-Modul. Dann brauchen Sie nur noch die UMTS-Karte (SIM-Karte), die Sie von Ihrem Anbieter erhalten haben, in den entsprechenden Slot schieben und können sofort lossurfen. Der Slot befindet sich meist unter dem Akku.

UMTS-Hardware: Hat Ihr Notebook oder Netbook kein integriertes UMTS-Modul, kommen Sie mit einem UMTS-USB-Stick oder einer UMTS PCMCIA-Karte mobil ins Internet. Der USB-Stick funktioniert wie ein kleines Modem: Sie brauchen nur die UMTS-Karte einzuschieben und den Stick an eine der USB-Schnittstellen anzuschließen.

Mobiles Internet mit UMTS: Die UMTS-Hardware installiert sich dabei von ganz allein. Anschließend erscheint ein kleines Icon auf dem Desktop oder unten in der Taskleiste, mit dem Sie das Programm starten können. Nach Eingabe der PIN, die Sie von Ihrem Anbieter erhalten haben, können Sie wie gehabt über Ihren Browser mit Breitbandgeschwindigkeit mobiles Internet nutzen.

UMTS-Tarife: Sämtliche Netzbetreiber wie T-Mobile, Vodafone und O2 bieten UMTS-Tarife zuzüglich UMTS-Hardware an. Bei einer UMTS-Flatrate können Sie für einen monatlichen Pauschalpreis unbegrenzt im Internet surfen ohne auf eine Zeit- oder Volumenbeschränkung zu achten. T-Mobile und Vodafone drosseln allerdings ab einem verbrauchten Datenvolumen von 5 GB bis zum jeweiligen Monatsende die Surfgeschwindigkeit auf GPRS-Niveau (64 kbit/s). Das enstpricht der Geschwindigkeit eines Telefonmodems. O2 drosselt die Surfgeschwindigkeit der UMTS Flatrate erst ab 10 GB. 

UMTS-Volumentarife werden je nach verbrauchtem Datenvolumen abgerechnet. Bei den UMTS-Zeittarifen richtet dich der Preis nach der Zeit, die Sie im Internet verbracht haben.

Neben den Netzbetreibern gibt es auch sogenannte Reseller, die die Netze der Mobilfunkanbieter nutzen und kostengünstigere UMTS-Datentarife anbieten.

Mobiles Internet in der Praxis: Das mobile Internet über UMTS ist eine preisgünstige Alternative zum herkömmlichen DSL-Anschluss, die stets verfügbar ist und sich für jedermann eignet:

Als Student können Sie jederzeit und überall schnell und mobil online die Ausleihfrist Ihrer Bücher aus der Unibibliothek verlängern, sich rasch vor dem Seminar noch das Vorlesungsskript herunterladen oder einfach draußen im Freien mit Ihrem Laptop lernen und für die nächste Seminararbeit recherchieren. So haben Sie das Internet unterwegs dabei.

Für Businesskunden und Geschäftsreisende ist das mobile Internet eine zuverlässige und sichere Lösung, stets auf dem neusten Stand zu sein, vorhandene Zeitressourcen effektiv zu nutzen, um beispielsweise auf der Bahnfahrt oder am Flughafen über den WebAccess Account E-Mails zu checken, wichtige Dokumente zu versenden oder sich in den Firmenserver einzuloggen.

Das mobile Internet eignet sich aber nicht nur für alle diejenigen, die auch unterwegs stets die aktuellsten Nachrichten lesen, Videos ruckelfrei anschauen oder Bilder auf Fotocommunities hochladen wollen. Auch spezielle Router unterstützen neben Ethernet und ADSL inzwischen UMTS, wie zum Beispiel der Mulichannelrouter von Viprinet, der Netgear DVG834GH oder der Linksys WRT54G3G. Sollte die herkömmliche DSL-Leitung einmal ausfallen, kann man somit immernoch über das UMTS-Netz in Breitbandgeschwindigkeit surfen. UMTS erfüllt damit auch eine wichtige Backup-Funktion.

HSDPA: Der Datenbeschleuniger HSDPA (= High Speed Downlink Packet Access) basiert auf UMTS, ermöglicht jedoch viel schnellere Übertragungsraten. Mit HSDPA werden Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbit pro Sekunde erreicht. Laut Vodafone sind in diesem Jahr an einigen Orten sogar Geschwindigkeiten von 14,6 Mbit pro Sekunde möglich. Das ist schneller als DSL6000. In der Praxis betragen je nach Netzabdeckung die Datenübertragungsraten jedoch nur 3,6 Mbit pro Sekunde, was aber durchaus Breitbandgeschwindigkeit entspricht. Die 7,2 Mbit/s werden oft nur an bestimmten Standorten, wie Messegelände, Bahnhof oder Flughafen erreicht. T-Mobile, Vodafone und O2 sind dabei, ihr HSDPA-Netz weiter auszubauen. So kann man seit Sommer dieses Jahres mit dem Vodafone-Netz im Stadtgebiet von Würzburg mit HSDPA-Geschwindigkeiten von 7,2 Mbit pro Sekunde surfen.

HSUPA: HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) bezieht sich auf den Upload von Dateien, zum Beispiel das Hochladen von Fotos auf flickr.com oder anderen Fotocommunities. Je mehr Megabyte Sie pro Sekunde versenden können, desto schneller funktioniert der Upload. Mit HSUPA erreichen Sie theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 5,8 Mbit/s.

GPRS: GPRS (= General Packet Radio Service) ist ein Mobilfunkstandard. Die Daten werden dabei in einzelne Pakete umgewandelt und beim Empfänger wieder gebündelt, damit das Netz nicht unnötig belastet wird. Bei GPRS werden ähnlich wie einem V.90-Modem Geschwindigkeiten von bis zu 55,6 Kbit pro Sekunde erreicht. Die Übertragungsgeschwindigkeit häng jedoch von der Netzabdeckung und dem Geschäftsaufkommen ab.