Report: Mobiles Breitbandinternet
31.10.08 -Welchen Nutzen bringt mobiles Breitbandinternet und welche Chancen ergeben sich daraus für den Kunden und die Provider? Auf der Communication World in München trafen sich Netzbetreiber und Hersteller von UMTS-Hardware, um darüber zu diskutieren.
Mobiles Surfen mit dem Handy war schon in den 90er Jahren über GPRS möglich. Doch mit dem 2G Netz kamen nur langsame Verbindungen zustande.
Dank UMTS, dem Mobilfunkstandard der dritten Generation, kann man über das Mobilfunknetz mittlerweile in Breitbandgeschwindigkeit, also DSL-Niveau, surfen. Die Netzbetreiber versprechen sogar Internetgeschwindigkeiten von 7,2 Mbit/s im Download. Uploads sollen mit 1,45 Mbit/s möglich sein.
Schnell mal in der Bahn die Mails checken, die Wartezeit auf dem Flughafen mit Nachrichtenschauen überbrücken oder auf der Messe dem Kollegen die soeben geschossenen Produktfotos hochladen – mit Breitbandinternet ist man nicht nur flexibler, sondern auch effektiver.
Der Trend des mobilen Breitbandinternets wird sich fortsetzen. Darin sind sich Netzbetreiber und Hardwarehersteller einig, die sich erst kürzlich auf der Communication World in München trafen, um über Trends und Perspektiven des mobilen Internets zu diskutieren.
In Deutschland beträgt die UMTS-Netzabdeckung 80 Prozent. Damit haben mehr Haushalte Zugriff auf mobiles DSL als auf Festnetz-DSL, das nur 58 Prozent verfügbar ist. Die Netzbetreiber waren sich auf der Communications World einig, dass sie die Breitbandinfrastruktur künftig weiter ausbauen werden, damit noch mehr Menschen UMTS und HSDPA zur Verfügung steht.
„Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren mobiles DSL das Internet über Festnetz überholen wird“, so Hans-Peter Eitel, Geschäftsführer von Radicens, die Produkte wie Moobicent und Moobiair vertreiben. Auf den verbesserten Ausbau der Breitbandinfrastruktur reagieren auch die Provider. Wie Radicens betont, wird der Fokus künftig auf noch günstigere und individuellere UMTS-Tarife und attraktive Hardware liegen.
Den ersten Schritt hat Radicens bereits getan. Ab dem 1. November kostet der UMTS-Tarif von Moobiair nur noch 19,95 Euro im Monat bei einer Laufzeit von sechs Monaten. Wer sich für die mobile DSL flat mit einer Mindestlaufzei von zwei Jahren entscheidet, zahlt die ersten sechs Monate sogar nur 14,95 Euro. Ab dem siebten Monat kostet die mobile DSL Flat 29,95 Euro im Monat. Die Kosten der Hardware richten sich nach der Vertragslaufzeit.
Große Provider wie T-Mobile und Vodafone bieten UMTS-USB-Sticks oder UMTS-Datenkarten sogar schon für einen Euro an.
Auch das Serviceangebot wollen die Provider verbessern. Nicht nur mit einem überarbeiteten Preis/Leistungsverhältnis, sondern auch mit zusätzlichen Nutzanwendungen wie internationale Dienste, kürzere Vertragslaufzeiten und sinnvollen Bundles möchten die Netzbetreiber künftig punkten und damit neue Kunden gewinnen, insbesondere auch im Business-Sektor.
Weitere News
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Die als „T-Mobile web’n’walk“ bezeichneten Datenpakete gibt es in Verbindung mit Netbooks, UMTS-Datenkarten bzw. USB-Sticks.
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