Breitband-Internet ermöglicht wesentliche höhere Datenübertragungsraten, als man es von ISDN gewohnt ist. Allerdings gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, wie hoch die Geschwindigkeit sein muss, damit man man von Breitbandinternet sprechen kann. Der Breitbandatlas nennt Datenübertragungsraten von 128 kbit/s im Download und 128 kbit/s im Upload als Mindestvoraussetzung. Die deutsche Bundesregierung definiert Breitbandinternet bei einer Mindestübertragungsrate von 1 Mbit/s im Download. Doch längst nicht jeder in Deutschland kann mit diesen Geschwindigkeiten im Internet surfen. Laut Bundesregierung verfügen immer noch rund 817.000 Haushalte in 615 Gemeinden über keinen DSL-Anschluss. Betroffen sind vor allem Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz. UMTS könnte jedoch hier Abhilfe schaffen. Mit UMTS nutzen Sie zum Surfen nämlich das Mobilfunknetz. Sofern Sie eine entsprechende Netzabdeckung haben, können Sie mit dem UMTS-USB-Stick oder einer UMTS-Datenkarte mit Breitbandgeschwindigkeit im Internet surfen ohne von einem DSL-Anschluss abhängig zu sein.
Embedded Notebooks sind Notebooks mit integriertem UMTS-Modul. Wie bei einem Handy befindet sich inenrhalb des Geräts ein Slot für die SIM-Karte. Das Anstecken eines UMTS-USB-Sticks oder UMTS-Datenkarte ist demnach nicht nötig.
Der Datenbeschleuniger HSDPA (= High Speed Downlink Packet Access) basiert auf UMTS, ermöglicht jedoch viel schnellere Übertragungsraten. Mit HSDPA werden Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbit pro Sekunde erreicht. Laut Vodafone sind in diesem Jahr an einigen Orten sogar Geschwindigkeiten von 14,6 Mbit pro Sekunde möglich. Das ist schneller als DSL6000.
In der Praxis betragen je nach Netzabdeckung die Datenübertragungsraten jedoch nur 3,6 Mbit pro Sekunde, was aber durchaus Breitbandgeschwindigkeit entspricht. Die 7,2 Mbit/s werden oft nur an bestimmten Standorten, wie Messegelände, Bahnhof oder Flughafen erreicht. T-Mobile, Vodafone und O2 sind dabei, ihr HSDPA-Netz weiter auszubauen. So kann man seit Sommer dieses Jahres mit dem Vodafone-Netz im Stadtgebiet von Würzburg mit HSDPA-Geschwindigkeiten von 7,2 Mbit pro Sekunde surfen.
HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) bezieht sich auf den Upload von Dateien, zum Beispiel das Hochladen von Fotos auf flickr.com oder anderen Fotocommunities. Je mehr Megabyte Sie pro Sekunde versenden können, desto schneller funktioniert der Upload. Mit HSUPA erreichen Sie theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 5,8 Mbit/s.
Netbooks sind Mini-Notebooks, deren Displays maximal 10 Zoll groß sind und die nicht mehr als 400 Euro kosten. Sie sind klein, leicht und günstig. Netbooks eignen sich daher prima zum Arbeiten und Internetsurfen für unterwegs als Zweit- oder Drittnotebook. Allerdings fehlt den Netbooks meist das optische Laufwerk. Im Gegensatz zu den Subnotebooks sind sie aber deutlich preiswerter. Den Begriff Netbook hat der Chiphersteller Intel Anfang 2008 geprägt, als er seinen neuen Prozessor „Atom“ vorstellte, der für diese kleine Mini-Notebooks konzipiert worden war. Der Asus Eee-PC war Ende 2007 das erste Netbook auf dem deutschen Markt. Sein Display war mit 7 Zoll nicht größer als ein Taschenbuch und kostete rund 300 Euro.
UMTS (=Universal Mobile Telecommunications System) ist ein Mobilfunkstandard, mit dem Daten in DSL-Geschwindigkeit übertragen werden können. Je nach Netzabdeckung liegen die derzeitigen Übertragungsgeschwindigkeiten bei 384 Kbit pro Sekunde. Das ist sechsmal so schnell wie bei einem ISDN-Anschluss. Da Sie mit UMTS das Mobilfunknetz nutzen, sind Sie unabhängig von DSL-Anschlüssen, HotSpots und WLAN.
T-Mobile ist die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom AG. Als erster deutscher Mobilfunkanbieter schaltete T-Mobile 2004 das UMTS-Netz frei. Seit 2006 wirkt im gesamten UMTS-Netz von T-Mobile auch der Datenbeschleuniger HSDPA. Mitte 2007 hatte T-Mobile sein HSDPA-Netz soweit ausgebaut, das Geschwindigkeiten von 7,2 Mbit/s im Download und 1,45 Mbit/s im Upload möglich sind.