Kann LTE-Strahlung gesundheitsschädlich sein?

Die LTE-Strahlung und ihre gesundheitlichen Auswirkungen können nur im Gesamtkontext des Mobilfunks betrachtet werden. Die in der LTE-Technologie verwendeten Frequenzen liegen nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz im Wesentlichen in den vom Mobilfunk genutzten Frequenzbereichen. Aber wo liegt dann der Unterschied?

Für den LTE-Betriebwird nicht, wie beim bisherigen Handybetrieb und beim Betrieb des mobilen Internets, beispielsweise über UMTS, nur eine Sendeantenne für die Verbindung genutzt, sondern mehrere Antennen zu einer Gruppe zusammengeschlossen. Dieses Verfahren ermöglicht die schnellen stabilen Übertragungsraten von 50 Mbit/s für Videochat, Internettelefon und TV-Übertragungen. Interferenzen können effektiv unterdrückt werden und es wird eine wesentliche bessere Verbindungsqualität erzielt.

LTE-Strahlung – nur die bekannten Emissionen?

Grundsätzlich ist diese Feststellung einer besseren Verbindungsqualität korrekt. Aber durch eine flächendeckende Einführung des LTE ist nicht vermeidbar, dass insgesamt die Intensität der hochfrequenten elektromagnetischen Felder – und damit die gesundheitliche Belastung steigt. Diese Felder sind auch wirksam, wenn das Internet oder das Handy nicht genutzt wird, denn die Sendeantennen befinden sich in permanentem Betrieb.

Die Antennen sind insgesamt viel stärker ausgelastet und entsprechend intensiver ist die Strahlung. Die bisherigen Messungen der Bundesnetzagentur bei den Pilotprojekten zeigen jedoch, dass die LTE-Strahlung weit unter den festgelegten Grenzwerten bleibt. Eine gesundheitliche Gefährdung für den Einzelnen ist daher unwahrscheinlich.

Die WHO-Einstufung – Unterschiedliche Ergebnisse durchgeführter Studien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Gefährdung durch die hochfrequenten elektromagnetischen Felder im Handybetrieb (und damit auch durch LTE-Strahlung) als potenziell krebsgefährdend ein. Zu dieser Einstufung kam es durch vier neuere Studien, von denen drei von einem erhöhten Erkrankungsrisiko bei bestimmten Krebsformen ausgingen. Die vierte Studie stellte keine Zusammenhänge zwischen der Mobilfunkstrahlung und der Krebsrate her.

Diese Ergebnisse überraschen, weil alle Studien der letzten Jahre im Ergebnis aussagten, dass ein erhöhtes Krebsrisiko durch den Handybetrieb nicht nachweisbar ist. Immer wieder wurde jedoch in verschiedensten Studien darauf hingewiesen, dass die hochfrequenten elektromagnetischen Felder Veränderungen des Erbgutes hervorrufen können. Schwangere Frauen und Kinder sollten deshalb das Medium Mobilfunk nur in kleinen Dosierungen „genießen“.

Zur Vertiefung des Themas „hochfrequente Felder“ stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit umfassende Informationen unter http://www.bmu.de zur Verfügung.

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Eine Antwort to “Kann LTE-Strahlung gesundheitsschädlich sein?”

  1. Christian

    Jul 22. 2012

    Erbgutschädigung (DNA) bei Ratten durch Handystrahlung. Das kann für den Menschen nichts Gutes bedeuten.

    Zytotoxische und genotoxische Wirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (GSM 1800 MHz) auf unreife und reife Ratten.
    http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=20362&l=g

    Durch LTE erhöht die Strahlenbelastung für die Bevölkerung. Diese hat sich in den letzen 20 Jahren bereits verzehnfacht.

    http://www.facebook.com/Mobilfunk.und.Gesundheit/posts/237499139704424

    Mehr Infos gibt es bei der Verbraucherorganisation Diagnose-Funk
    http://www.diagnose-funk.org